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Alexander Hauer

Intendant, Regisseur und Veranstaltungsdramaturg

Bartholomäusnacht

Bartholomäusnacht

Eine Nacht schreibt Geschichte. Nur wenige Tage nach der Vermählung der katholischen Margarete von Valois, der Schwester des französischen Königs, mit dem calvinistischen Heinrich v. Bourbon aus dem Königreich Navarra, fallen die als Gäste geladenen Hugenotten einem Massaker zum Opfer. Als machtvolle Inszenierung der Aussöhnung von Katholiken und Protestanten gedacht, folgt der festlichen Schlachtplatte der Hochzeit übergangslos das Abschlachten von Menschen. Dieser fast schon absurde Umstand – die Paradoxie jener Pariser Bluthochzeit – beschäftigt Historiker und Autoren bis heute.
Und doch keimen bald danach Hoffnung und die Frage nach Versöhnung, Verantwortung und Vielfalt auf. Wie findet man nach solchen Vorkommnissen wieder zusammen? Wie kann sich eine Gesellschaft neu positionieren, wie Gräben überwinden, wie aufgerissene Wunden schließen?
Starke Bilder, plastisch gezeichnete Charaktere und visionäre Ideen: Die Sommerspiele Melk, das traditionsreichste Theaterfestival Niederösterreichs, widmen sich auch heuer einem großen, packenden und berührenden Stoff, der mit dem Reformationsjubiläum 500 Jahre Protestantismus in Verbindung steht, aber auch klar in die Gegenwart weist. Der Streit der Religionen, das Streben nach Macht und die Suche nach Toleranz am Fuße des Stiftes Melk – ein einzigartiges Spannungsfeld.

Von Stephan Lack und Alexander Hauer
Regie: Alexander Hauer * Musik: Gerald Huber
Bühne: Daniel Sommergruber * Kostüme: Julia Klug, Nina Holzapfel
Maske: Beate Lentsch-Bayerl * Licht: Dietrich Körner * Ton: Bernhard Sodek

Mit: Katharina Stemberger, Sophie Prusa, Dagmar Bernhard, Sigried Brandstetter, Giuseppe Rizzo, Christian Kainradl, Otto Beckmann, Kajetan Dick, Thomas Dapoz

Aufführungen:
Mi 15./ Fr 17./ Fr 23./Fr 30. Juli
Sa 1./ Fr 14./Sa 15./ Do 20./ Fr. 28./ Sa 29 Juli
Do 3. / Sa 5. August
Wachauarena Melk

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